Instandhaltungswissen

Instandhaltungswissen unterliegt mit den steigenden Anforderungen mehr als anderes Produktionsfachwissen der Herausforderung eines permanenten Lernprozesses. Gleichzeitig ist Instandhaltungswissen immer schon besonderes Wissen – unterstützende Lernumgebungen müssen diesen spezifischen Bedingungen gerecht werden, wenn sie in der Praxis Akzeptanz finden wollen. Instandhaltungsarbeit

… ist verteiltes Wissen!

Bediener, Instandhalter und Servicemitarbeiter der Anbieter müssen bei komplexen Problemen ihr Wissen und ihre spezifischen Erfahrungshintergründe zusammenbringen und oft gemeinsam Lösungen erarbeiten – zunehmend auch über räumliche Entfernungen hinweg. Mit Ansätzen wie TPM (Total Productivity Maintenance) oder Betreibermodellen werden die Anforderungen an das situative Zusammenbringen verteilter Wissensbestände weiter zunehmen.

… ist multidisziplinäres Wissen!

Elektronik, Mechanik, Pneumatik, verschiedene Steuerungssprachen, unterschiedlichste Anwendungskontexte – die Breite und Tiefe des jeweils im Störfall notwendigen Wissens ist heute kaum mehr von einzelnen Instandhaltern für alle zu betreuenden Anlagen und Maschinen permanent aktuell zu halten. Die Anforderung ist zunehmend nicht mehr, dass einzelne Instandhalter alles wissen sollen – sie brauchen jedoch Unterstützung um ad hoc das aktuelle Wissen verschiedenster Gebiete greifbar zu haben.

… ist eingebettet in praktisches Tun!

Störungsdiagnose, Ursachensuche und Problemlösung sind bei der heutigen, komplexen und anspruchsvollen Produktions- und Montagetechnik nicht mit theoretischem Lehrbuchwissen quasi vom grünen Tisch aus zu meistern. Sie gelingen nur durch eine Verschränkung von theoretischem Fachwissen, lebendigem Erfahrungswissen und virtuosem praktischen Tun. Lernumgebungen für die Instandhaltung müssen daher diese unterschiedlichen Wissensformen unterstützen und im Prozess der Arbeit anwendbar sein.